Auf Wildschweinjagd in Berlin

Juni 6, 2011 | Erstellt in Wildtiere 0 Kommentare

Angst scheinen die Tiere schon lange keine mehr zu haben und halten sich nicht mehr nur in Wäldern auf, sondern auch immer mehr in den Städten, wie Berlin: Wildschweine, die sich durch den Wohlstand in der City wie in einem 5-Sterne-Hotel fühlen. Doch vertreiben lassen sich die teils wuchtigen Tiere dennoch nicht, da sie gefährlich wirken und doch schneller laufen, als man ahnen würde.

Aus diesem Grund habe ich mich letztens für Wohnen auf Zeit in Berlin entschieden, um gegen die Wildschweinplage vorzugehen. Durch eine Sondererlaubnis hatte ich mit anderen ehrenamtlichen Stadtjägern das Recht dazu, die Wildschweine in Parks, Wohnsiedlungen und auf Friedhöfen niederzuschießen, was mir dann aber dennoch etwas schwer fiel. Auch wenn die Wildschweine die Stadt belasten und sich immer mehr ausbreiten, sind es Lebeweisen, die ein Recht auf Leben haben. Da mir selbst jedoch keine bessere Maßnahme einfiel, beteiligte auch ich mich an der Jagd auf die wilden Tiere. Denn die zahlreichen Wildschweine sind nicht nur störend, weil sie sich in der Stadt ernähren, sondern weil sie auch viele Verkehrsunfälle verursachen und sich immer weiter vermehren. Und natürlich ist die Jagd in urbanem Gebiet etwas ganz besonderes.

Der Grund für die Vielzahl der Wildschweine liegt wohl im Klimawandel. In einem milden Winter sterben weniger Jungtiere an Krankheiten, wie einer Lungenentzündung, und die Eichen und Buchen tragen mehr und bessere Früchte und liefern den Schweinen damit optimale Lebensbedingungen. Mit der Beseitigung der Tiere habe ich zudem auch dazu beigetragen, die Gefahr einer erneuten Ausbreitung der Schweinegrippe zu minimieren. Ich schlief jede Nacht nur kurz auf dem Innovation Sofa, um mich dann auf die Jagd zu machen und konnte stolz auf mich sein, wenn ich ein Wildschwein traf, was nämlich gar nicht so einfach war. Die erschossenen Tiere wurden dann zu leckeren Wildschweinbraten verarbeitet – makaber oder nicht: Ich komme gerne immer wieder zum Einsatz, um die Städte von den Tieren zu befreien.

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