Autsch: Blase auf dem Hochsitz erkältet

Juni 24, 2011 | Erstellt in Waldarbeiten 0 Kommentare

Bei der Wildschweinjagd in Berlin verbrachte ich viel Zeit auf dem Hochsitz und hatte die Kälte dabei wohl etwas unterschätzt. Denn auch, wenn ich das ein oder andere Wildschwein niederschoss, konnte ich viele Stunden nur warten und merkte dabei gar nicht, dass ich schon halb durchgefroren war. Doch ein bisschen Kälte schadet doch einem Mann, wie ich es bin, nicht, der jeden Tag im Wald verbringt. So dachte ich, doch weit gefehlt! Denn nur Tage später, als ich wieder in meinem Forsthaus ankam, musste ich alle fünf Minuten auf dem Plumpsklo Platz nehmen und hatte beim Wasserlassen auch noch Schmerzen. Das musste wohl eine Blasenentzündung sein, auch das noch!

Auch, wenn ich im Wald lebe, bin ich dennoch amtlich gemeldet und besitze eine Krankenkarte, die ich in Zukunft, wie jeder andere auch, gegen eine elektronische Gesundheitskarte eGK eintauschen werde. Ich habe mich zwar für das Leben im Wald entschieden, um näher an meinem Arbeitsplatz zu sein, wende mich jedoch nicht komplett von der Zivilisation ab. Dennoch scheue ich Arztbesuche und Medikamente und versuche alles, so weit es geht, selbst zu heilen. Doch als die Schmerzen einfach nicht nachließen und das Plumpsklo voller und voller wurde, entschied ich mich dann doch dazu, zu einem Urologe in Berlin zu gehen.

Ich war auch froh darüber, dass ich mich dazu entschieden hatte. Der Arzt verschrieb mir nur wenige Tabletten und riet mir dazu, das Becken durch gezieltes Training wieder in Form zu bringen. Schon kurze Zeit später hatte ich keine Schmerzen mehr und musste auch nicht mehr so oft auf Toilette, worüber ich sehr dankbar war. In Zukunft werde ich mich dann jedoch lieber gleich vorbeugend wärmer anziehen, damit mir das nicht gleich wieder passiert.

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